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Alex Rowan

Heart Machine, Studio hinter Hyper Light Drifter, entlässt nach Rückzug des Publishers fast alle Mitarbeiter

Firmenneuigkeiten

Das Indie-Studio Heart Machine, das Hyper Light Drifter veröffentlicht hat, hat fast alle Mitarbeiter entlassen. Das Studio arbeitete mit dem Geld eines Publishers an einem unangekündigten Spiel, doch dieser entschied sich diese Woche, das Projekt nicht fortzuführen. Andere Einnahmequellen oder kurzfristige Perspektiven hatte Heart Machine nicht.

Über die Entlassungen informierte Studiogründer Alx Preston auf LinkedIn. Laut Preston ist noch unklar, wie Heart Machine überleben kann. Wie viele Personen noch im Unternehmen verblieben sind, ist nicht bekannt.

Heart Machine, автор Hyper Light Drifter, уволила почти всех сотрудников после ухода издателя
Bild: Heart Machine / via Game Developer

Der Rückzug des Publishers ließ das Studio ohne Finanzierung zurück

Preston schreibt, dass ohne diese zentrale Einnahme, ohne andere kurzfristige Perspektiven und ohne Mittel fast das gesamte Team entlassen werden musste. Der Gründer bezeichnete das Geschehene als vernichtenden Schlag.

Den Entlassenen wird größtmögliche Unterstützung zugesagt, einschließlich Hilfe bei der Jobsuche. Preston bat alle, die von passenden Stellen wissen, sich beim Studio zu melden, um den ehemaligen Mitarbeitern zu helfen. Laut Preston ist die Arbeit in der Spielebranche derzeit „äußerst schwierig“. Zugleich fügte Preston hinzu, dass das Studio weiter nach einem Ausweg suchen werde, solange es noch existiert.

Die Kürzungen bei Heart Machine dauern bereits das dritte Jahr an

Die aktuellen Entlassungen setzen eine Reihe von Kürzungen fort. Im November 2024 entließ das Studio einen Teil der Belegschaft. Damals ging man im Unternehmen davon aus, dass der Release von Hyper Light Breaker neue Möglichkeiten für die Entlassenen eröffnen könnte.

Dazu kam es nicht. Heart Machine stellte die Entwicklung von Hyper Light Breaker ein, ohne das Spiel je aus dem Early Access zu holen, und führte im Oktober 2025 zwei weitere Entlassungsrunden durch. Nun hat das Studio auch die Publisher-Finanzierung für sein unangekündigtes Projekt verloren.

Die bekanntesten Spiele des Studios sind Hyper Light Drifter und Solar Ash. Hyper Light Drifter im pixeligen 2D-Stil erschien 2016, erhielt überwiegend positive Kritiken und mehrere Nominierungen für Spielepreise.

Was das für die Branche bedeutet

Heart Machine ist nicht allein betroffen. Fast zeitgleich tauchten Berichte auf, dass Build a Rocket Boy, der Entwickler von MindsEye, nach weiteren Entlassungen offenbar schließt. Wahrscheinlich hängen beide Geschichten mit der allgemeinen Marktlage zusammen: Publisher investieren vorsichtiger in neue Projekte und ziehen sich häufiger aus ihnen zurück.

Am stärksten trifft das offenbar unabhängige Studios, die von Vertrag zu Vertrag leben. Ein bekanntes Spiel im Portfolio garantiert keine Stabilität: Springt der einzige Partner ab, kann einem Studio schnell das Geld ausgehen. Kleine Teams werden wahrscheinlich häufiger mehrere Finanzierungsquellen suchen, Entwicklungszeiten verkürzen und den Umfang ihrer Projekte reduzieren.

Unterdessen kommen weitere erfahrene Entwickler auf den Arbeitsmarkt. Hält der Trend an, wird es noch schwieriger, Arbeit in der Indie-Entwicklung zu finden, und ein Teil der Fachleute könnte in angrenzende Branchen wechseln oder eigene kleine Studios gründen.

Reaktion der Community

Auf X sind die Reaktionen auf die Entlassungen bei Heart Machine gespalten, doch Bitterkeit und Mitgefühl überwiegen. Fans von Hyper Light Drifter erinnern sich an das Spiel als ihren Einstieg in die Indie-Welt und bedauern das Team; Branchenkollegen, darunter Schauspieler und Künstler, senden Gründer Alx Preston unterstützende Worte und wünschen dem Studio, dass es überlebt. Daneben ist Wut auf Publisher zu hören: In Verträgen gibt es oft das Recht, die Finanzierung ohne Grund und ohne Vorwarnung zu beenden, und an einem einzigen solchen Vertrag hängen sämtliche Gehälter. Die zweite Strömung sind Misstrauen und sogar Schadenfreude. Ein Teil der Spieler erinnert daran, dass das Studio nach Drifter den Erfolg nicht wiederholen konnte, Hyper Light Breaker im Early Access eingestellt wurde und das Geld dafür nicht erstattet wurde, und gibt Heart Machine die Schuld an den eigenen Fehlern. Der allgemeine Tenor: Die Menschen tun einem leid, aber viele erwarten keine Zukunft mehr für das Studio.

„In vielen Publishing-Verträgen für Spiele steht eine Klausel: Wir können die Finanzierung jederzeit beenden, ohne Grund und ohne Vorwarnung. Man muss hart verhandeln, damit das nicht drinsteht.“

— @Ian_Fisch (X)

„Das bricht mir das Herz. Hyper Light Drifter war für mich die Tür zu Indie-Spielen, und die Grafik und der Soundtrack dieses Spiels sind unglaublich besonders. Ich habe alle ihre Spiele gekauft – schade, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit bekommen haben, um sich über Wasser zu halten.“

— @Marix759636 (X)

„Wer? Ach, die Firma, die mein Geld für Hyper Light Breaker genommen und es nicht zurückgezahlt hat? Na dann.“

— @SE4LS_ (X)

Was steckt hinter der Krise bei Heart Machine: Fehler der Führung, die Abhängigkeit von einem einzigen Publisher oder ein abkühlender Markt für Indie-Spiele?

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