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Spider-Man: Ein Insiderblick in das oscarprämierte “New Universe”

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Seit 2012 geht der Oscar für den besten Animationsfilm an einen der beiden großen Namen der Branche: Disney oder Pixar. Nicht so dieses Jahr. Letzten Sonntag wurde Sony Pictures Animation and Imageworks Film Spider-Man: A New Universe mit der goldenen Statue ausgezeichnet. Es scheint als hätte die Gerechtigkeit gesiegt, da die Meinung der Öffentlichkeit einen Einfluss hatte und die Stimmen Spider-Man-Fans gehört wurden.

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Foto: oscar.go.com

Spider-Man wurde in vielen Aspekten gelobt, von der diversen Besetzung für die “Demokratisierung des Superheldentums” bis zur perfekten Umsetzung des Comicbuchstils auf der großen Leinwand. Besonders letzteres, die sorgfältig entwickelte 2D-Ästhetik, begeisterte das Publikum.

Mit 177 Animatoren (etwa doppelt so vielen wie üblicherweise bei Animationsfilmen) konnte das Spider-Man-Team mit neuen Pipelines experimentieren, um festzustellen, wie traditionelle Animationstechniken in ihrem Ansatz eingesetzt werden können. Wie Danny Dimian, der Superviser für VFX, es sagt: “Eines der Dinge, das wir mit diesem Film erreichen wollten, war die Hand des Künstlers zurückzubringen. Strichzeichnungen zurückzubringen.” Daher entschieden sie sich für die Idee, "dynamische Linienarbeit", also individuelle Rigs für jede Linie, für eine erstaunliche Detaillierung der Mimik der Charaktere zu verwenden.

Dimian arbeitete eng mit dem Produzenten Justin K. Thompson zusammen, um “Misprint”-Effekte zu nutzen. Davon ist die Rede, wenn Schichten von farbiger Tinte beim Drucken eines Comics versehentlich durch die vorgesehenen Linien gedruckt werden. Dieser "Color-Bleeding" Effekt inspirierte sie zu einem Tiefenfeld, nicht mit der traditionellen Fokussierung, sondern mit chromatischer Aberration.

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Eine weitere stilistische Lösung um Comics-Optik zu erreichen war, wie mit Effekten im Film gearbeitet wurde, insbesondere mit dynamischen Bewegungen. Mit bloßem Auge ist erkennbar, dass die Animatoren die Bewegungsunschärfe beibehalten wollten und klassische Effekte ähnlich Kirby's, Dehnungen, Schlieren und Bewegungslinien, hinzufügen wollten.

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Die Animatoren wussten auch geschickt die Bildfrequenz zu verändern. Die meisten 3D-Animationen werden mit 24 Bildern pro Sekunde gezeigt. Doch bei Spider-Man haben die Künstler diese Anzahl halbiert, und so blieben 12 Bilder pro Sekunde.

Diesen Stil zu wählen, die Entwicklung neuer Technologien, Pipelines und die Übertragung der Atmosphäre von 2D-Comics durch 3D-Animationen, war ein ziemlich riskanter Schritt. Warum hat sich Sony dafür entschieden? Thompson fasste es so zusammen: "Wenn man einen Film Superhelden mit verrückten Kräften dreht, die aus anderen Universen kommen, wäre es fast schädlich für die Geschichte, wenn wir nicht versuchen würden, das Publikum visuell herauszufordern."

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