Adobe gibt Photoshop einen zweiten Arbeitsmodus, in dem Bilder per Text bearbeitet werden
Adobe hat Photoshop 27.10 veröffentlicht – das August-Release des Editors, der in der Unterhaltungsbranche für Concept Art, das Nachbessern von Texturen und die Retusche von Renderings eingesetzt wird. Die wichtigste Änderung betrifft den Aufbau des Programms selbst: Photoshop hat einen alternativen Arbeitsmodus namens AI Assisted Editor bekommen, in dem das Bild mit Textbefehlen bearbeitet wird.
Die manuelle Oberfläche bleibt unter dem Namen Pro Editor erhalten – das ist der Standardmodus für manuelles Bearbeiten. Zwischen den beiden Arbeitsweisen lässt sich direkt in der Anwendung wechseln.
Wie der neue Modus aufgebaut ist und wo seine Grenzen liegen
Der AI Assisted Editor wird als vereinfachter Bearbeitungsmodus mit KI angekündigt: Änderungen erfolgen über Befehle in natürlicher Sprache. Der Beschreibung nach ist er vor allem auf die bereits vorhandenen generativen Werkzeuge von Photoshop ausgelegt – Generative Fill, Generative Expand, Generative Upscale und Remove Background.
Die Arbeit wird als nicht-destruktiv beschrieben, mit einer Einschränkung, die für alle wichtig ist, die komplexe Dateien mit vielen Ebenen betreuen. Beim Wechsel vom Pro Editor in den vereinfachten Modus wird das Dokument auf eine Ebene reduziert; beim Zurückwechseln wird das Ergebnis der Bearbeitung als separate Ebene hinzugefügt. Die Ebenenstruktur lässt sich innerhalb des KI-Modus nicht erhalten.
Formal bezeichnet Adobe den AI Assisted Editor als Beta-Funktion, obwohl sie dem Release nach im stabilen Build verfügbar ist und nicht in gesonderten Beta-Versionen für Abonnenten. Öffentliche Erläuterungen dazu hat das Unternehmen bislang nicht gegeben.
Bearbeitung per Beschreibung hat auch die gewohnte Oberfläche erreicht
Im Pro Editor ist in der kontextbezogenen Taskleiste der Eintrag Prompt to edit hinzugekommen. Die Logik ist dieselbe: Der Nutzer beschreibt, was zu tun ist, und Photoshop wählt selbst das passende Werkzeug. Neben offensichtlich generativen Aufgaben wie dem Ändern der Pose einer Figur oder dem Hinzufügen von Regen und Pfützen lässt sich so auch eine Änderung von Helligkeit oder Kontrast anfordern.
Masken und Markierungen im Bild statt langer Prompts
Ein eigener Block an Neuerungen widmet sich der Präzision generativer Änderungen. Der Bereich, auf den die Generierung angewendet wird, lässt sich nun statt über eine wörtliche Beschreibung per Maske festlegen; die Funktion arbeitet mit dem hauseigenen Modell von Adobe – Firefly Image Model 5.
Der zweite Weg sind visuelle Markierungen wie in Software für Review und gemeinsame Arbeit am Bild. Der Nutzer zeichnet über das Bild Pfeile, Kreise und „grobe Kritzeleien“ und legt so zum Beispiel fest, wo genau das generierte Objekt erscheinen soll, oder hinterlässt Textnotizen. Diese Möglichkeit steht bei der Arbeit mit den Modellen von Google Gemini zur Verfügung, die in Adobe-Produkten als Partnermodelle eingebunden sind.
Ein Teil der Funktionen ist damit an Adobes eigene Modelle gebunden, ein Teil an Partnermodelle: Der Nutzer muss künftig berücksichtigen, welches Werkzeug unter welchem Modell arbeitet.
Neuerungen, die auch ohne generative Funktionen nützlich sind
Wer KI gar nicht anrührt, bekommt mit dem Release ebenfalls etwas:
- Light Adjustment Layer – eine neue Einstellungsebene für Licht: Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen, Weiß- und Schwarztöne. Die Änderungen sind nicht-destruktiv und folgen der üblichen Logik von Einstellungsebenen.
- Dynamic Text kann Text jetzt entlang einer beliebigen Form oder eines beliebigen Pfades verlaufen lassen – zuvor wurden nur kreisförmige und halbkreisförmige Verläufe unterstützt.
- Die Liste der Formate, die im Befehl Save As zur Verfügung stehen, ist nun konfigurierbar.
- Inhalte von Adobe Stock lassen sich direkt in Photoshop durchsehen und platzieren.
- Die Leistung auf Prozessoren der Architekturen Zen 4 und Zen 5 wurde verbessert – also auf AMD-Chips, die weniger als vier Jahre alt sind. Wie groß der Zuwachs ausfällt, nennen die Versionshinweise nicht.
Was es kostet und worauf es läuft
Photoshop 27.10 läuft unter Windows 10 und neuer sowie unter macOS 14.0 und neuer; in der Dokumentation wird die Version als August-Release 2026 geführt. Das Vertriebsmodell bleibt unverändert – nur im Abo. Photography-Pläne mit Zugang zu Photoshop kosten 29,99 $ im Monat oder 239,88 $ im Jahr, ein separates Abo des Editors 34,49 $ im Monat oder 263,88 $ im Jahr. Die vollständige Liste der Änderungen ist in den Versionshinweisen von Adobe veröffentlicht.
Wozu Adobe eine zweite Oberfläche brauchte
Das Auftauchen eines eigenen vereinfachten Modus wirkt wie eine Antwort auf veränderte Nutzergewohnheiten: Ein spürbarer Teil des Publikums ist über generative Dienste zur Bildbearbeitung gekommen, wo die einzige Oberfläche die Eingabezeile ist. Für solche Nutzer bleibt das klassische Photoshop mit seinen Bedienfeldern und Ebenen eine Hürde, und Adobe fügt dem Release nach einen zweiten Eingang zu demselben Produkt hinzu, statt den Haupteditor umzubauen.
Das Setzen auf Masken und gezeichnete Markierungen zeigt zugleich die Grenzen des Ansatzes: Eine rein textliche Steuerung bietet für professionelle Arbeit zu grobe Kontrolle, deshalb kehren über dem Prompt die gewohnten visuellen Wege zurück, um anzugeben, was wo geändert werden soll. Vermutlich wird sich der Prompt als zusätzliche Steuerungsebene über den gewohnten Werkzeugen etablieren – in der Produktion braucht es weiterhin Ebenen, Masken und ein vorhersehbares Ergebnis.
Das Anbinden von Partnermodellen zusätzlich zu den eigenen verweist auf einen Rollenwechsel des Editors selbst: Photoshop wird nach und nach zu einer Hülle, über die verschiedene generative Engines zugänglich sind. Für Künstler und Studios bedeutet das einen neuen Punkt in den Arbeitsanforderungen – zu verstehen, welches Modell für welche konkrete Änderung zuständig ist und welche Einschränkungen es hat.
Warum hat Adobe Photoshop in zwei Modi geteilt: Druck durch generative Editoren, Zustrom von Einsteigern, Setzen auf das Abo?
Вот вот. Даже фотошоп уже "становиться оболочкой", видимо в Adobe идиоты сидят. Нет чтобы наделать еще больше кнопок, сопротивляться внедрению ИИ, хейтить везде его и нахваливать свои "кастомные возможности точечного редактирования руками". Дурачки какие-то.
Ага. Я про тоже говорил в прошлых топиках, так меня там заминусили любители "полного контроля" с которым ИИ не справляется (пока). Хотя речь шла про тренд: все больше производителей софта будут отказываться от привычного UI с кучей кнопок и сужать функционал до поля ввода и промпта. Какой смысл изучать интерфейс сейчас, если лет через 5 останется только строка и кнопка. Может какие-то кнопки и останутся, но этот будет скорее на втором плане, как доп. функционал.
Для альтернативно одаренных: в тексте написано
"...Логика та же: пользователь описывает, что нужно сделать, а Photoshop сам подбирает подходящий инструмент..."
".. Маски и разметка поверх кадра вместо длинных промптов
Отдельный блок изменений посвящён точности генеративных правок. Область применения генерации теперь можно задать маской вместо словесного описания; функция работает при использовании собственной модели Adobe — Firefly Image Model 5..."
Да так и есть. Люди не понимают что кнопки и программы это не самоцель, а способ. И раньше кроме программ и кнопок другого способа получить результат, вообще хоть какой-то не было. И писалось все это и рисовалось не потому-что нечем было заняться больше, а потому-что нужно было как-то эти задачи решать. Я в другом топике писал про костыли. Вот они привыкли к ним, хвалятся друг другу у кого костыли круче, кто их лучше освоил, какие мастер-классы по костылям закончил и как на костылях профессионально бегает и даже танцует. Десять лет изучали эти костыли, достигли в них мастерства. А теперь им говорят "встань и иди, хватит путаться в своих неудобных костылях". Нет, не хотят, сроднились с ними. Думают что теперь их ценить перестанут потому-что так-то они могули выделиться среди всех этим мастерством, кричать что они суперпрофи по костылям, жизнь положили, и больше ничего кроме этого не знают и не умеют. Костылями они могут играть в дженгу, а руками уже не могут, руки стали крюки из-за необходимости костыли держать. А тут маленький уютный костыле-зависимый мирок рушится. И они боятся что там в новом мире они уже будут никто и никому не нужны. Обидно, да. Всегда проще ныть и обвинять всех вокруг вместо того чтобы пойти учится пользоваться уже руками вместо костылей или еше что-то полезное делать научится. Но им лень, обидно и даже немного страшно. Честно говоря так делают или малыши или лузеры.
Конечно "ура". Если бы на заводе когда вам изготавливали автомобиль ценность его считалась тем как там рабочий "поймал кадр", то автомобили бы стоили как небольшой самолет, изготавливались бы месяцами и были бы весьма примитивны, так как гениальных механиков "умеющих поймать кадр" сильно меньше чем количество автомобилей которые необходимо произвести.
Сомнительный пример. Раньше была мебель из дерева или что-то такое, а теперь простые формы из ЛДСП. Тоже самое с одеждой, лопатами для снега из фольги и прочим хламом. А что до ценности ручного труда, то стул ручной работы стоит приличных денег, а вот барахло из ЛДСП - копейки. С одеждой тоже самое. Даже с лопатами - там, где люди работают, а не штампуют хлам - там и стоимость труда выше, и цена выше. "ИИ" - это именно станок для хлама. Пока что ничего радикально нового или интересного с момента прихода сеток не получилось. Только хламом закидывают все вокруг - от говнотекстов до говномузыки.
приличные фотографы всегда кадры дорисовывали - на негативе была ретушь, на отпечатках. кадрирование, экспозиция - те же фильтры осветления/затемнения и пр. "фотошоп" - это не бренд, это заимствованное слово, обозначающее "мастерская по обработке фотокарточек".
а вы говорите про ломографию - совершенно отдельный жанр.